Sonntag, 28. September 2003
Columbia Fritz - Berlin
Support: Terminal Choice und Delaware
Im Columbia Fritz standen diesmal zwei Vorbands
auf der Bühne, die mir nicht von vornherein
auf die Nerven gingen. Als erstes überzeugte
der Electro Rock von Terminal Choice, die Songs
aus ihrem vierten Album "Menschenbrecher"
vorstellten. Electro und harte Gitarrenriffs
in ihrer schönsten Verbindung. Dabei besonders
eingängig der Titelsong "Menschenbrecher".
Leider, wie bei Vorgruppen so üblich, hatten
sie nur eine begrenzte Spielzeit.
Delaware aus Norwegen spielten als zweiter Support-Act
schönen Gitarrenrock und lieferten zudem
den schönsten Gesang des Abends. Bestechend
klar und teilweise zweistimmig sangen sie ihre
einfühlsamen Songs, eine interessante Mischung
aus Alternative Rock und Brit Pop. Sie stellten
ihr erstes Album "... and everything reminds
me" vor, das leider am Merchandise-Stand
bereits ausverkauft war. Dies verwundert nicht.
Von Delaware werden wir in Zukunft sicher noch
öfter hören.

Im halbvollen Columbiafritz füllten sich
die Reihen vor der Bühne vor dem Auftritt
Zeromancers zunehmend. Witzig: ihr Konzert begann
mit einer Multimediashow, die mit dem Aufbruch
der Band in der Wüste startete und mit
der Ankuft Zeromancers im Columbia Fritz endete.
Die Multimediashow war perfekt, ihr zu folgen
wurde mit der Zeit jedoch anstrengend. Und ein
aufregendes Konzerterlebnis entsteht auch ohne
eine akribisch ausgefeilte Videoshow.
Zeromancer präsentierten ihr neues und
drittes Album "Zzyzx" (sprich: Sei-Six),
nach dem letzten Wort in der englischen Sprache
sowie nach einem Ort in der Wüste irgendwo
zwischen Los Angeles und Las Vegas benannt,
an dem die Band auf ihren vielen Reisen durch
die USA vorbei kam.
Viel Abwechslung auf der Bühne gab es nicht,
mal abgesehen von den bei jedem Song wechselnden
Einspielern der Videoshow. Aber dem Publikum
gefiel's und die Stimmung vor der Bühne
kochte. Die Fans gingen zu neuen wie zu alten
Songs ("Clone Your Lover") ab, ebenso
wie zur Coverversion des Real Life-Klassikers
"Send me an angel". Musikalisch klangen
Zeromancer manchmal nach Depeche Mode bei denen
der Hardrock ausbrechen will. Electro Rock von
einer bisschen anstrengenden Seite. Bleibt das
Fazit dieses Abends: Terminal Choice und Delaware
gerne wieder, Zeromancer vielleicht.
(sf)
Fotograf (Zeromancer): Paal Ritter Schjerven
Net_1: www.zeromancer.com
Net_2: www.delawaremusic.de
Net_3: www.terminalchoice.de
