Das erste Terremoto-Festival in Weeze
am Niederrhein fand vom 29. bis 31. August 2003
statt. Trotz eines erstklassigen Bandaufgebots
wurden nur 26.000 Tickets verkauft und damit
die Erwartungen des Veranstalters bei weitem
nicht erfüllt. Spaß hat's trotzdem
gemacht, drei Tage lang neben bekannten Bands
wie den Foo Fighters, den Ärzten, Placebo,
Linkin Park und Limp Bizkit auch Newcomer wie
The Raveonettes, The Rasmus und Billy Talent
auf der Bühne zu sehen.
Neben vielen tollen Konzertauftritten wird
den Festivalbesuchern vor allem die zusammengebrochene
Organisation im Gedächtnis bleiben. Meine
Eindrücke schildere ich euch in den folgenden
Zeilen - und wie immer bei Festivalberichten
mit den unumgänglichen Lücken.
Das Terremoto-Festival begann für mich
besonders spannend, denn ich hatte meine Eintrittskarte
in Berlin vergessen. Supergelaunt ging ich vom
Ende der Autoschlange vor dem Festivalgelände
in Richtung Kasse, vorbei an allen Fangemeinden
der Republik. Dank ihrer Autoverzierungen waren
sie sofort zu erkennen und dank der dröhnenden
Musik auch nicht zu überhören. Fans
von Korn, den Onkelz und den Hosen - verfahren?
Nachdem eine neue Karte in meinen Besitz übergegangen
war und ich unser Auto wiedergefunden hatte,
war der Konzertnachmittag bereits verstrichen.
Ich dachte bis dahin, dass nur ich etwas unorganisiert
gewesen wäre. Falsch gedacht. Es folgten
drei Stunden Warten an der Bändervergabestelle
und ein spannender Zeltaufbau im Dunkeln.
Am Abend gab es dann wenigstens eine schöne
Placebo-Show zur Belohnung.
Die Briten spielten als Hauptact des ersten
Tages und hatten die vielleicht beste Lightshow
des ganzen Festivals. Placebo liebten ihre Fans
und ihre Fans liebten sie. Bei "Special
K" schrie ich mir meinen Warte-Frust von
der Seele und das Festival begann.