Andy
Fletcher
Hauptsächlich ist Andrew Fletcher bei der
Band Depeche Mode tätig. Da die Band momentan
pausiert und die Bandkollegen in diesem Jahr mit
ihren Soloalben für Furore sorgten, verwirklichte
Andy seinen Traum von einem eigenen Musiklabel.
In diesem Jahr wurden die erster Tonträger
auf Andys Label Toast Hawaii veröffentlicht.
Client (besteht
aus Client A und Client B), so der Name der ersten
Band auf Toast Hawaii, wird auch ab und zu von
Client F (Andy Fletcher) live unterstützt.
Außerdem tritt Herr Fletcher hin und wieder
als DJ im Vorprogramm von Client auf. Auf dem
Festival Internacional de Benicàssim (FIB)
hat Andy Fletcher eine Pressekonferenz gegeben.
Wolltest du schon immer ein Label gründen
und leiten?
"Ja, absolut. Wir haben in den letzten
Jahren sehr hart an Depeche Mode gearbeitet.
Damit meine ich vor allem unsere langen Tourneen.
Wir hatten also kaum Zeit für ein zweites
Projekt. Ähnlich erging es ja auch Dave
und Martin. Die beiden hatten das ja schon lange
vor gehabt. Durch unsere Pause bezüglich
Depeche Mode konnte Martin sein zweiten Longplayer
und Dave sein Debütalbum realisieren. Ich
habe mich dann auf mein eigenes Label gestürzt."
Warum hast Du Client als erste Band
auf deinem Label gesigned?
"Ihre Demoversionen haben mir sehr gut
gefallen. Außerdem mag ich sehr gerne
mit Frauen zusammenzuarbeiten. Das hat eine
Menge Spaß gemacht. Ihr wißt ja,
ich bin mein Leben lang in einer Boyband (GRINST
UND FÄNGT AN ZU LACHEN). Client schreiben
gute Songs und das ist nun mal das wichtigste."
Gibt es schon genaue Zukunftspläne
für Toast Hawaii?
"Auf jeden Fall wird im nächsten Jahr
das zweite Client Album veröffentlicht.
In Zukunft werden auch weitere Bands und Projekte
auf Toast Hawaii erscheinen. Klasse statt Masse
ist die Devise. Soll heißen, das ich nicht
all zu viele Künstler unter Vertrag nehmen
werde. Das ließe sich schon zeitlich sehr
schlecht regeln."
Hast du dich musikalisch mit Toast
Hawaii festgelegt?
"Nein, definitiv nicht. Client wird in
Kooperation mit Mute veröffentlicht, da
sie musikalisch gut ins Mute-Programm passen.
Toast Hawaii ist allerdings nicht an Mute gebunden.
Ich mag sehr viel unterschiedliche Musik. Zum
Beispiel Reggae, Funk oder Pop. Wichtig sind
die Songs. Sie müssen überzeugen."
In den letzten zwölf Monaten warst
du sehr viel mit Client unterwegs. Promotermine,
Live-Sets mit Client und deine DJ-Sets. Ist
das nicht ganz schön stressig?
"Oh ja. Dann kommen da ja noch die ganzen
anderen Arbeiten hinzu. Booking koordinieren,
günstige Hotels suchen...einfach alles.
Das erinnert mich stark an die Anfangszeit von
Depeche Mode."
Kann man in Zukunft noch mit neuem
Depeche Mode Material rechnen?
"Martin ist gerade dabei neue Songs für
DM zu schreiben. Ich denke wir werden so gegen
März oder April 2004 in Studio gehen um
das neue Depeche Mode Album aufzunehmen."
Erzähl doch mal über deine
DJ-Sets...
"Ich bin kein professioneller DJ. Ich spiele
ein paar neue und alte klassische Electropopsongs.
Die DJ-Geschichte ist im Moment sehr beliebt.
Es gibt unzählige Techno und House-DJs.
Ich möchte den Menschen kein Mix präsentieren
sondern Songs."
Auf der Toast Hawii Website steht:
"Home of porno pop".
"Ups (FÄNGT AN ZU LACHEN), das war
so in einer Nacht entstanden. Ich war ziemlich
betrunken. Ich finde das paßt ganz gut
in das Konzept von Client. Wir wollten da nur
ein Mysterium aufbauen. Ich denke das hat ganz
gut geklappt. Also keine Bange. Nix schlimmes
(GRINST)..."

In diesem Moment beginnt der Soundcheck
von Hoggboy (es wird laut).
"Oh Soundcheck. Eine ständig wiederkehrende
Tätigkeit in meinem Leben."
Es wird noch lauter...
"(FÄNGT AN ZU SCHERZEN) Meine neue
Band. Das klingt schon ganz gut, oder? That’s
Rock’n’Roll!"
(bz@FIB)
Net_1: www.toasthawaii.com
Net_2: www.depechemode.com
