Highspire sind hauptsächlich E.J. Hagen
und Alex White. Trotz einer großen Fluktuation
in der Band sind sich die beiden treu geblieben
und haben mit ihrem Erstling "Your Everything"
(VÖ: September) ein absolutes Meisterwerk
abgelegt. Ihre Musik erinnert sehr an die frühen
Ride oder Charlatans und es ist mit Sicherheit
kein billiges Plagiat - so wie man es leider
in den letzten Jahren oft erleben mußte.
Unter den aktuell existenten Bands dieses Genres
ist Highspire mit Sicherheit schon jetzt eine
qualitative Führungsrolle zuzusprechen.
Erzählt unseren Lesern ein wenig
über eure Band.
EJ: Highspire sind Isaac, Kevin,
Ronald, Alex und meine Wenigkeit.
Alex: Fünf Männer
und vier Instrumente, aber keine Jackettanzüge
oder schmale Krawatten.
EJ: Alex und ich haben uns
ironischer Weise vor sieben Jahren auf dem College
im Kurs für britische Literatur kennengelernt.
Unser derzeitiges Line-Up besteht aus Leuten,
die sich alle schon lange kennen. Das geht von
sieben bis über zwanzig Jahre!
Alex: Unsere ersten gemeinsamen
Aktivitäten begannen im Jahre 2000. Damals
noch in einem Aufnahmestudio, wo ich damals
beschäftigt war. Für das Magazin "Losing
Today" haben wir dort einen Song aufgenommen,
bevor wir einen festen Drummer in der Band hatten.
Könnt ihr mir etwas über
die Stücke "No Day Like Today"
und "Shattered" sagen?
EJ: Klar, als ich den Gitarrenpart
zu "No Day Like Today" fertig hatte,
das war kurz nachdem mein Equipment gestohlen
wurde, konnte ich nur noch mit den Effekten
arbeiten, die zurück geblieben waren. Im
mittlere Teil des Songs schreie ich ganz heftig
gegen ein fetten Noisebrei an. Dieser Noisebrei
sollte wie eine Gitarre klingen. Ich liebe es
wie der Bass allmählich in den Vordergrund
tritt. Ich weiß jetzt gar nicht, ob das
so auf der CD geblieben ist... Auf jeden Fall
hat Alex wieder beste Arbeit im Bereich Gesang
und Melodie geleistet.
Alex: "Shattered"
war ursprünglich sehr langsam. Als wir
die Drum-Aufnahmen gemacht haben, wurde der
Song am Ende ziemlich schnell.
Im April 203 befanden sich Highspire
neben Skywave, Resplandor, Malory und Stellarscope
auf einer großen Alison Records US- &
Canadatournee.
EJ: Oh ja, sehr lange Fahrten!
Die USA und Canada sind riesige Länder.
Manchmal dauert es eine ganze Weile, um eine
Hauptstadt zu erreichen. Aber es macht verdammt
viel Spaß. Wir gehören auf die Straße
und auf Tour.
Alex: Wir spielten an coolen
Schauplätzen und trafen viele wundervolle
Menschen, die sich für gute Musik interessieren.
Hattet ihr während der Tour viel
Kontakt zu den anderen Bands?
EJ: Wir alle haben sehr viel
Zeit miteinander verbracht. Skywave und Stellarscope
kennen wir schon einige Jahre. Auf der Alison
Records Tour spielten wir das erste mal zusammen
auf einer Bühne. Malory aus Deutschland
und Resplandor aus Peru wurden unsere neuen
Freunde.
Alex: Malory sind etwas ganz
besonderes. Sie verblüfften uns jede Nacht
von neuem. Sie gehören zu unseren absoluten
Lieblingsbands.
EJ: Yeah, wir hingen sehr viel
mit Malory ab. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis
zueinander aufgebaut. Wenn alles klappt, werden
wir mit Malory nächstes Jahr auf Europatour
gehen.

Für eine amerikanische Band klingt
ihr sehr britisch (Brit-Pop).
EJ: Aber nicht wie der moderne
Brit-Pop. Ich liebe die Musik von den Stone
Roses, The Charlatans und Adorable. Außerdem
mag ich sogenannte 'Shoegazer-Bands" wie
Ride, My Bloody Valentine und Chapterhouse.
Ich denke wir haben diese zwei Sounds gut vereint.
Die groovy Basslines der 'Madchester'-Szene
(Manchester ist natürlich gemeint) gepaart
mit Wall Of Gitarrenwände. Wir interessieren
uns aber auch für Garage, Psychedelic-Rock,
achtziger Pop a la Duran Duran, Hip Hop und
Electronic. Alles fließt irgendwie in
unsere Musik ein. Meistens unbewußt. Wir
haben uns keine Grenzen gesetzt.
Alex: Wir hören sehr viel
Musik. Eine Auflistung der Stile oder Künstler
würde die ganze Homepage sprengen. Jeder
von uns hört völlig unterschiedliche
Musik. Einer von uns ist ein großer Fan
von Serge Gainsbourg.
Einige Songs bewegen sich stilistisch
sogar im Trip Hop Breich...
EJ: Die Songs, die ein wenig
nach Trip Hop klingen, stammen aus der Zeit,
wo uns drei Bandmitglieder verlassen haben und
dann mußten Alex und ich aus unserer alten
Wohnung in Philadelphia ausziehen. Außerdem
hatte ich keine Arbeit. Ich saß also Zuhause
und bastelte den ganzen Tag an Musiktracks.
Es war eine dunkle Phase in meinem Leben. Ich
wollte einfach an nichts denken und nahm einige
Songs auf. Diese Stücke haben das urbane
'night life feeling'. Dies könnte die Parallele
zu Trip Hop sein. Aber das Ganze ist eher der
mentalen und psychologischen Lage von damals
zuzuschreiben. Ich kenne mich mit Trip Hop gar
nicht gut genug aus. Die Bands, die ich kenne,
klingen eh ganz anders.

Das Album wird in Europa auf Alison
Records erscheinen. Außerdem besitzt Alison
Records die Rechte an "Your Everything"
weltweit. Wie kam es dazu?
Alex: I’d say that Alison
Records knows good music. I’d also have
to credit that to Internet promotion like MP3.com
and About.com, plus 'Losing Today' is based
in europe so i’m sure that helped.
EJ: Hans is a very smart business
man. He has the rights to "Your Everything"
in europe. He will make lots of money and the
girls will give him kisses. If you don’t
believe me, buy the record and find out for
yourself. Die goldenen Ketten David Hasselhoffs
sind sehr schick!
(bz)
Net_1: www.highspire.net
Net_2: www.highspiremusic.com
